Der Wind macht das Fähnchen

Freitag & Samstag, 23./24. Oktober /20./21. November um 20 Uhr

Neunzehnhundertungerade, als die Welt noch in Ordnung war, beginnt diese Geschichte um eine ganz normale Familie. Vater, Mutter, Sohn und Tochter lächeln regelmäßig in die Kamera für Schnappschüsse am Frühstückstisch oder im Italienurlaub, während die Zeit wie im Schnell­vorlauf vergeht. Natürlich deuten sich bald die ersten Konflikte an, und jeder hütet seine kleinen Geheimnisse, wie das bei Mustermanns ebenso ist.
Der erste große Krach ist allerdings unvermeidlich, nachdem der Vater das Potential des neumodischen Internets falsch einschätzt und aus Stolz seine Stelle kündigt. Auf Krise und Trennung folgen Wiederver­einigung und neue Familienporträts in scheinbarer Eintracht. Doch der Bruch lässt sich nicht mehr restlos kitten, und spätestens nachdem die Internetblase geplatzt ist – und der neue Job des Vaters gleich mit –, ist das harmonische Kleinbürgeridyll perdu.
Die Aufs und Abs in Philipp Löhles „Einfamilienstück“ erinnern nicht von ungefähr an die Kursverläufe von Aktienwerten. Die Keimzelle der Gesellschaft wird zur kleinsten ökonomischen Einheit umdefiniert – so amüsant wie für die Familie fatal.

 

Philipp Löhle ist gebürtiger Ravensburger und einer der international meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker seiner Generation.

Nach „Genannt Gospodin“ und „Wir sind keine Barbaren“ ist er nun zum dritten Mal mit „Der Wind macht das Fähnchen“ am Theater Ra­vensburg in einer Inszenierung von Marco Ricciardo vertreten.

 

Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & CO.KG, Berlin
www.felix-bloch -erben.de
Mit freundlicher Unterstützung von
Freundeskreis Theater Ravensburg e.V.

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